Siebursch befingk sich op d'r räschte Sigck vum Rhing (och schäl Sigck jenannt), 26 km vun Kölle un 10 km vun Bonn entfäänt, aan der Ufere vun Agger un Siesch. Siebursch jilt als traditionsbewusste un trotzdämm moderne Stadt. Siebursch hät_e_ne ICE-Bahnhoff (Bahnhof Siegburg/Bonn) aan d'r neuen Iiesebahnstreck Köln–Frankfurt am Main, aan dämm och Regionalzöch un S-Bahne vun d'r ahlen Sieschstreck haale. Siebursch es_en Stadt zom Enkoofe met 'ner besonderen Atmosphär. Dä Stadtkään met singem historische Maatplatz un Jebäude ka_me jot öwerschaue. Bekannt is Siebursch och durch singe mittelalterliche Weihnachtsmaat, beij dämm vür allem mittelalterliche Handwerkskuns zor Schau jestellt witt.
Landschaff
Et Jebiet vun Siegbursch befingk sich op_e_nem südössliche Ausläufer vun d'r Kölsche Bucht un jrenz em Oste aan die Usslöfer vum Bergische Land, em Südde aan die vum Westerwald und die vum Sibbejebirsch.
Jewässer
Et Stadtgebiet vun Sieburg weed umflosse vun de Flüss Sieg, Agger un dem Wahnbach umflosse. Am Siegwehr fließt d'r Mühlegrave vun d'r Sieg av, durch de Stadt durch, un op d'r Zang widder in die Sieg zerögg. D'r Wahnbach speißt zoeets die Wahnbachtalsperr bevor hä wie die Agger in de Sieg mündet.
Äädkund
Sieburg lit in d'r Niederrheinische Bucht, enem Becke im Norde vum Rheinische Schiefergebirg. Em drette Äädzickalder hät sich d'r Boddem jesetz woduch de Bucht endstande es. Im Oberoligozän hieß et Land unger em Auelgau, et Meer hät bes hinger Bonn gereicht. Im Oligozän sind die Scheechte von hellgraue bes dunkelgääle Ton enstande, die et für allem in d'r die Gegend üm de Aulgass jit, un die im Meddelalder dat Fundament dozu lägten, dat Sieburg zu ener bekannte Döppesmächerstadt weede kunnt. Nohdem et Meer dann widder fott wor, han sich he och noch Sand jemengt met Brungkollflötze drop avjelagert. Dat kann mer och janz jot in de Rhing-Terasse (und denne von de angrenzende Flüss wie Sieg und Agger sinn.
1588Kölscher Kreeg: Spanische Truppe belagere Sieburg, han ävver kei Jlöck dobei.
1636 bes 1638Hexeverfolgunge in Siegburg durch Franz Buirmann. (Et jit 19 vollständge Protokolle vun Hexeprozesse un Prozesfragmente em Nordrhing-Westfälischen Hoopstaatsarchiv em Düsseldorp und em Stadtarchiv Siegburg.
1892 kommt es zur Ansiedlung von staatlichen Rüstungsbetrieben in Siegburg , der Königlichen Geschossfabrik Brückberg und des Königlichen Feuerwerkslaboratoriums, in denen bis zu 20000 Menschen arbeiten.
2. Juli1915 Wiederbesiedlung der Abtei auf dem Michaelsberg.
Beschäftigung von Zwangsarbeitern während des zweiten Weltkrieges durch die Rheinische Zellwolle AG, Siegburg
Am 10. April 1945 wird Siegburg von Teilen der 97. Infanteriedivision der US-Streitkräfte nach teilweise harten Kämpfen besetzt. Als Bürgermeister wird von den Amerikanern der Deutschamerikaner Eugen Vogel aus Siegburg eingesetzt.
1945 Rückkehr der Benediktiner aus Exil und Kriegsgefangenschaft.
Die Pfarrkirche St. Servatius wurde bereits vor der Abteigründung errichtet und im 12./13. Jahrhundert zu einer zweischiffigen Emporen-Basilika erweitert. Sie beherbergt eine Schatzkammer mit dem spätromanisch-gotischen Kirchenschatz der Abtei Siegburg, der besichtigtwerden kann.
Das Haus zum Winter, das Pfarrhaus der Servatiuskirche, wurde zwischen 1220 und 1230 erbaut und ist das älteste, zumindest teilweise erhaltene Wohnhaus Siegburgs. Es befindet sich am oberen Markt (Griesgasse 2).
Das Zeughaus (Zeughausstraße): Das einstige königlich-preußische Zeughaus erlangte Bedeutung, als Freischärler 1849 versuchten das Zeughaus zu erstürmen. Unter ihnen waren die Revolutionäre Carl Schurz und Gottfried Kinkel. Sie machten sich von Bonn aus auf den Weg nach Siegburg, wurden aber bereits in Hangelar gestoppt. Der Zeughaus steht heute unter Denkmalschutz.
Das Wahrzeichen Siegburgs ist der Michaelsberg, der von der Benediktinerabtei St. Michael gekrönt ist. Geologisch handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Er befindet sich nahe dem Zentrum der Stadt und gilt auch als ein beliebter Ausssichtspunkt.
Wie der Michaelsberg sind auch die Wolsberge erloschene Vulkane. Heute Wahrzeichen des alten Stadtteiles.
Der Siegburger Billard Club e.V. besteht seit 1950. Er nimmt mit mehreren Mannschaften an Kreis- und Landesmeisterschaften teil.
Fußball
Der Siegburger SV 04 tritt mit 2 Seniorenmannschaften an. Die 1. Seniorenmannschaft spielt zur Zeit in der Kreisliga A. Die 2. Seniorenmannschaft spielt in der Kreisliga B.
Der Siegburger TV spielt mit seiner 1. Seniorenmannschaft zur Zeit in der Kreisliga C im Kreis Sieg, Staffel 2. Die 2. Seniorenmannschaft spielt ebenfalls in der Kreisliga C im Kreis Sieg, allerdings in der Staffel 3. Des Weiteren stellt der Siegburger TV 8 Jugendmannschaften, von den Bambinis bis hin zu den A-Junioren.
Der TSV 06 Wolsdorf hat im Moment drei Seniorenmannschaften. Die I. Mannschaft spielt in der Kreisliga A, während die II. Mannschaft und die neugegründete U23 in der Kreisliga C spielen.
Der SSV Siegburg-Kaldauen 1928 stellt zur Zeit 2 Seniorenmannschaften in der Kreisliga (B und C). Darüber hinaus verfügt der Kaldauer Traditionsverein über einen wachsenden Jugendbereich.
Der Verein Selcuk Siegburg stellt ebenfalls 2 Seniorenmannschaften, die in den Kreisligen A und C vertreten sind.
Fuusball
D'r Braschosser TV 1913 spillt met singer Mädche- und Herrenmannschaff in der 2. Bundesliga Nord.
Et Siegburger Sommerrendezvous (Mai bes September)
Unterhaltungskultur
Bis Ende des Jahres 2001 gab es in Siegburg nur 2 Diskotheken bzw. Clubs (poco Loco, Garten Eden). Im Dezember 2001 eröffnete das Kubana mit Platz für 500 Leute und Ende 2004 wechselte das poco Loco den Besitzer und damit auch den Namen zu Basement. Im August 2005 eröffnete der Club Cave. Seit 2002 finden regelmäßig Partyreihen in Siegburg statt, wie zum Beispiel Lighthouse, Düse, Fight-Club, Soehne-Herbergers-Party, Funky-Fiesta und Three Blind Mice Reggae-Partys. Im Kubana finden nun auch regelmäßig Live Konzerte statt.
Kulinarische Spezialitäten
Abteiliqueur, hergestellt nach altem Klosterrezept aus edlen Kräutern von den Benediktinern in der Abtei auf dem Michaelsberg. Wer eine Flasche davon verschenken will, sollte darauf achten, nur grün gefärbte Flaschen zu nehmen. Die künstlerisch wertvollen Flaschen, die aus durchsichtigem Glas sind, haben den Nachteil, dass der Liqueur darin seine Farbe verlieren kann.
Et Michel, en hëll Bierzoot, unn_et naturtrübe Sieburjer, wat De en de Abteibräuerei, em Sieburjer Kaffeehus en der Holzjaßß unn em Reßtorang „Abteistuben“ ob_em Michelsbersh krije kannß.
Wirtschaft und Infrastruktur
Das neue Bahnhofsgebäude
Die Stadtbahnlinie 66 am Siegburger Bahnhof
Allgemeines
Siegburg hat sich wirtschaftlich in den letzten Jahren gut entwickelt. Die Einwohnerzahl steigt, viele Großprojekte wurden verwirklicht (S-Carré) und die Innenstadt wächst. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass Siegburg seit 2003 an die ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt angebunden ist. Des Weiteren wurden viele Parkhäuser gebaut und erweitert.
Seit 2004 verbindet der „Michel-Express“ die Fussgängerzone (Holzgasse) mit der Siegburger Abtei.
Ansässige Unternehmen
Die Siegwerk Druckfarben AG wurde 1830 als Kattundruckerei Rolffs & Cie in Kölle gegründet und siedelte 1840 nach Siegburg auf das Siegfeld um. Bei den hergestellten Produkten handelt es sich um Druckfarben, unter anderem für das Tiefdruckverfahren. Das Unternehmen ist das am längsten ansässige in Siegburg. Es operiert weltweit und ist einer der größten Farbenhersteller Europas. Durch die Übernahme des US-Amerikanischen Druckfarbenherstellers CCI im Jahr 2003 und der Übernahme der SICPA Packaging im September 2005 gehört die SIEGWERK Group international inzwischen zu den 4 größten Druckfarbenherstellern weltweit und nimmt in Europa Platz 3 nach XSys und SUN-Chemical ein.
Ernst H. Hilbich, Schauspieler und Kabarettist, * 16. März1931, u.a.: Die Anrheiner, Late Show, Kinderarzt Dr. Fröhlich, Willi wird das Kind schon schaukeln.
Heinz Irsen, Komponist, * 5. Februar1906 in Kölle, † 11. November1989 in Troisdorf. Zum 25-jährigen Bestehen der Siegburger Musikschule (1967) komponierte Irsen seine groß besetzte "Siegburger Festmusik", die in der Stadthalle Siegburg mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.
Lottchen – Ein „Exponat“ im Siegburger Museum erinnert an ein verstorbenes Siegburger Original: Lottchen, das Maskottchen des Museums. Lottchen ist eine lebensechte Puppe, extra für das Museum angefertigt, die ein Vorbild im Siegburger Leben hatte, an die sich besonders die älteren Siegburger noch erinnern können: Hermaphrodit, kleinwüchsig, fliegender Eisenwarenhändler. Heute hat Lottchen einen Dauerplatz im Forum des Museums, hat jeden Gast miterlebt, jede Ausstellung gesehen und auch den Tag überstanden, an dem ein neu eingestellter Hausmeister früh am Morgen bei Dienstantritt die Figur für echt nahm und erfolglos zum Gehen aufforderte.
Siegburg in der Literatur
In Henning Mankells im Jahre 2004 erschienenen RomanTiefe findet Siegburg Erwähnung (S. 204). Die Hauptfigur, der Marineoffizier und Seevermessungsingenieur Lars Tobiasson-Svartmann, trifft in den schwedischen Schären auf den deutschen Wehrmachtsdeserteur Stefan Dorflinger, „geboren in Siegburg am 12. September 1888“. ISBN 3-552-05343-3
Wolfgang Teunissen: Der Michaelsberg. 2000, ISBN 3-89811-756-1. Thriller - Der Journalist Oskar Berggathe gerät in eine mysteriöse Geschichte. Seine Recherchen führen ihn nach Düsseldorf und Siegburg, der Stadt mit dem Michaelsberg. Dazu gehören unglaubliche Vorgänge hinter fest verschlossenen Klostertüren sowie die Welt der internationalen Börsenspekulation.